Google Anzeigen


Archive for January, 2008

Berufsbegleitende Weiterbildung ist vor allem mit Hinblick auf den sich mehr und mehr diversifizierenden Arbeitsmarkt und die dadurch wachsenden Ansprüche an die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer eine zunehmende Herausforderung an Bildungsträger, Teilnehmer, Dozenten und didaktische Konzepte. Da es kaum mehr Berufsbilder gibt, welche ohne berufsbegleitende Weiterbildung auskommen, wird bei Aufnahme einer Tätigkeit auch die Bereitschaft zur Fortbildung verlangt und vorausgesetzt.

Berufsbegleitende Weiterbildung kann sich je nach Anspruch in verschiedenen Formen darstellen. Seien es kurzzeitige Workshops und Seminare, Inhouse-Schulungen oder aber auch Berufsakademien und Fernuniversitäten: Sie alle bieten die Möglichkeit, sich als Arbeitsnehmer neben dem Beruf noch weiter zu qualifizieren und sich somit nicht zuletzt auch neue Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt zu eröffnen. Nicht selten nämlich kann eine berufsbegleitende Weiterbildung zum internen Aufstieg innerhalb des Unternehmens führen, in jedem Fall jedoch die eigenen Ansprüche auf eine andere, qualifiziertere Position unterstreichen. Mehr und mehr Bildungsträger haben sich mittlerweile auf die berufsbegleitende Weiterbildung spezialisiert und bieten neben Standard-Kursen wie beispielsweise dem Europäischen Computerführerschein (ECDL), Englisch-Kursen, Schulungen zu bestimmten Anwendungsprogrammen aber auch Gabelstapler-Führerscheine, vermehrt auch Studiengänge im Bereich Verwaltung und Personalarbeit an. Die Umstellung fast aller Universitätsstudiengänge auf Bachelor- und Master-Programme lässt auch die Berufsakademien und deren Abschlüsse in neuer Bedeutung erscheinen. Vor allem im Banken-Bereich ist eine berufsbegleitende Weiterbildung im Sinne des Besuchs einer Berufsakademie eine wichtige Voraussetzung, um die Bausteine späterer Karriereschritte setzen zu können.

Neben der Notwendigkeit einer ständigen Erweiterung des fachlichen Wissens, stellt sich selbstverständlich auch die Frage nach Finanzierung, was die berufsbegleitende Weiterbildung in all ihren Formen angeht. Dabei scheint sich nach und nach die Erkenntnis durchzusetzen, dass beide Seiten, also Arbeitgeber und Arbeitnehmer, ihren Beitrag zu einer gerechten Verteilung der Bildungskosten leisten müssen. Dabei geht es nicht nur um die pure Finanzierung, sondern auch die Bereitschaft Zeit zu investieren. Ebenso sieht sich die Politik in die Pflicht genommen, entsprechende gesetzliche Rahmenbedingungen und einheitliche Qualitätsstandards zu schaffen. Nur wenn qualifizierte und zertifizierte Träger und Dozenten sich durchsetzen, kann berufsbegleitende Weiterbildung auch über die Grenzen des eigenen Landes hinaus anerkannt und dadurch Mobilität gefördert werden.

Read the rest of this entry »